Herren Landesliga:

Baden Black Jacks – 6ers Klosterneuburg 89:87
Zum Abschluss der Regular Season waren die Sixers aus Klosterneuburg zu Gast in Baden. Für die Black Jacks war der Spitzenplatz in der Tabelle bereits gesichert, jedoch hatte das Team mit einigen Personalsorgen zu kämpfen. Michi Diesner und Markus Schuh fielen krankheitsbedingt aus, Akos Kertesz fehlte aus familiären Gründen, und Max Graf, Tobias Gaster sowie Keanu Mayer befinden sich noch in der Genesungsphase und konnten nicht mitwirken. Darüber hinaus waren Lukas Weiss, Marco „Django“ Jaitz und Maxi Fitzinger angeschlagen – sie hatten die Woche über nicht trainieren können, da auch sie krank waren.
Die Black Jacks starteten defensiv sehr verhalten ins Spiel. Immer wieder war man einen Schritt zu spät und verschlief einige Aktionen, wodurch Klosterneuburg zu einfachen Punkten kam. Baden hielt jedoch offensiv dagegen, sodass sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Ein weiterer Rückschlag folgte, als Niko Teleu mit einer gebrochenen Nase das Spielfeld verlassen musste. Die Black Jacks gingen mit einem knappen Rückstand in die Halbzeitpause.
In der zweiten Halbzeit starteten beide Teams solide. Das Spiel wurde zunehmend intensiver, und die Härte nahm merklich zu. Klosterneuburg gehörten die letzten Minuten des dritten Viertels, wodurch sie sich etwas absetzen konnten.
Die Defensive der Black Jacks blieb weiterhin unter ihren Möglichkeiten, und zu Beginn des letzten Viertels verschlief Baden die ersten Minuten komplett. Die Sixers setzten sich sieben Minuten vor Schluss auf +15 Punkte ab. Doch wer dachte, dass die Black Jacks damit gebrochen wären, lag falsch. Max Graf fand in einem Timeout die richtigen Worte – und plötzlich war Baden zurück, genau so, wie man sie kennt. Die aggressive Defensive ließ nun nichts mehr zu, und vorne spielte man endlich wieder miteinander.
Lukas Weiss war nicht zu stoppen und wurde immer wieder nur durch Fouls gebremst – er blieb an der Freiwurflinie eiskalt und verwandelte alle sieben Würfe sicher. Weitere erfolgreiche Lay-ups, resultierend aus guter Verteidigungsarbeit und starkem Teamplay, brachten die Black Jacks endgültig zurück ins Spiel.
Das Publikum peitschte die Heimischen zusätzlich an – bei jeder Unterbrechung stand die gut gefüllte Badner Sporthalle und sang in Chören zur Musik, um das Team zu unterstützen.
45 Sekunden vor Schluss lag Baden noch mit zwei Punkten zurück. Maxi Fitzinger zeigte sich hellwach und eroberte einen wichtigen Steal. Danach folgte die Szene des Spiels: Nach einer langen Offensivaktion landete der Ball in den Händen von Roman Fenzal-Wottawa. Obwohl er von zwei Verteidigern gedoppelt wurde, schaffte er es, aus einer schwierigen Position – weit hinter der Dreierlinie, im seitlichen Fallen – einen Wurf abzugeben. Mit der Sirene fiel der Ball ins Netz – +1 für Baden!
Angetrieben von diesem Momentum verteidigten die Black Jacks in der letzten Sequenz erneut stark und wurden bei einer verbleibenden Sekunde an die Freiwurflinie geschickt. Der letzte Verzweiflungswurf von Klosterneuburg verfehlte das Ziel deutlich. Damit gewannen die Baden Black Jacks auch das Spitzenspiel und gehen ungeschlagen in die Playoffs.
Im Halbfinale trifft Baden auf den UBBC Gmünd. Bereits am kommenden Samstag findet das erste Spiel der Best-of-Three-Serie um 18:00 Uhr in der Sporthalle Baden statt. Auch diesmal hofft das Team auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen – Gmünd hat bereits angekündigt, mit einem Fanbus anzureisen.
Florian Duck, Spielertrainer der Black Jacks, zeigte sich nach dem Spiel stolz:
„Wir haben unglaubliche Moral gezeigt. Nach dieser schwierigen Woche, in der wir überhaupt nicht in unser gewohntes Spiel gefunden haben und kurz vor Ende mit 15 Punkten zurücklagen, das Spiel noch zu drehen – das zeigt, wie besonders diese Gruppe ist.“
Baden: Duck 20, Fenzal-Wottawa 17, Fitzinger 12, Jaitz 10, Weiss 10, Teleu 7, Stadelmann 6, Graf B. 5, Piech 2, Paset-Pavlovic, Dekic, Schiesel;